Krypten

Die Kryptenanlage besteht aus zwei Raumteilen: einer unter dem Hochchor liegenden Ostkrypta mit Umgang und dreischiffiger Halle sowie einer unter der Vierung angeordneten Westkrypta, die im 19. Jahrhundert eingeebnet wurde. Die Westkrypta wurde während der Innenrenovation des Münsters 1973-75 fragmentarisch wieder freigelegt. Die Umgangsform der Ostkrypta mit seinen drei Apsiden wurde im spätromanischen Bau angelegt, während die Umgangs-Gewölbe und die dreischiffige Halle nach dem Erdbeben unter Johannes von Gmünd neu errichtet wurden.

Ausser für Messen und Prozessionen diente die Krypta im Mittelalter als vornehme Grablege von Basler Bischöfen. Heute steht in der mittleren Apsis der Sarkophag des Bischofs Rudolf, der im Jahr 917 beim Einfall der Ungarn erschlagen worden sein soll.