Fremde suchen Heimat

Über den kirchlichen Tellerrand hinaus – Meine Gemeinde und die weltweite Migration

Drei Informationsabende der Münstergemeinde Basel

Jeweils donnerstags, 19.30 bis 21.00 Uhr
16. und 23. März, 6. April 2017
Bischofshof, Münstersaal, Rittergasse 1, 4051 Basel

Zur Zeit beschäftigt die Schweiz und Europa kaum ein Thema mehr als die vielen Menschen, die – meist auf gefährlichen Wegen der Flucht – zu uns kommen. Menschen flüchten vor Krieg, Gewalt, Verfolgung, aber auch vor Ungleichheit. Die Flucht ist ein globales Phänomen, die Welt ist in Bewegung. Wir fragen uns als Kirchgemeinde, was die Gegenwart von Migrantinnen und Migranten für uns bedeutet und was sie von uns fordert. 

Unsere drei Abende gestalten wir gemeinsam mit Betroffenen. Wir möchten einen Kontext schaffen, um Fremden begegnen zu können und sie willkommen zu heissen. Wie können wir als Einzelpersonen und in unseren Kirchgemeinden dazu einen Beitrag leisten?

Kontakt
Andrée Koechlin, E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, Tel. 061 311 06 76
Verena Rudin, E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, Tel. 061 381 72 25

Eintritt frei, Kollekte. Eine Anmeldung ist nicht nötig.

16. März 2017, 1. Abend
Fremde und Heimat aus christlicher Perspektive
Unsere Wahrnehmung der Flüchtlingsfrage ist stark von den Medien geprägt. Ein Blick in die Bibel und in die Oekumene sowie persönliche Begegnungen verhelfen uns zu einer vertieften Wahrnehmung.

Referenten: David Field, Pfr. Dr. Daniel Frei und Gäste von Migrationskirchen: Marcio Diaz, Assembleia de Deus «Chamados para servir» und Suzanne Schild, Eglise Française

23. März 2017, 2. Abend
Die Flüchtlingsnot und die Schweizer Kirche: damals – und heute? 
Basierend auf der Studie von Heinrich Rusterholz blicken wir auf das Verhalten der Schweizer Kirche zur Not der jüdischen Flüchtlinge von 1937 bis 1945. Ist die heutige Situation mit der damaligen vergleichbar, und was lehrt uns die Geschichte?

Referent: Pfr. Dieter Zellweger, mit Feedback von Anat Weill, Projektleiterin CJP

6. April 2017, 3. Abend
Was wird getan und was können wir tun?
Nach einem Interview mit unserem Gast Fra. Mussie Zerai stellen Institutionen ihre Arbeit vor und vermitteln konkrete Möglichkeiten, sich für Menschen zu engagieren, die ihre Heimat verlassen mussten. 
Fra. Mussie Zerai kam selber als Flüchtling aus Eritrea nach Rom. Er wurde bekannt für seinen Einsatz für Bootsflüchtlinge in Seenot. 

Die folgenden Institutionen stellen sich am 6. April vor:

OeSA – Oekumenischer Seelsorgedienst für Asylsuchende
Herr Roland Luzi stellt den OeSA vor und hat in seinen Ausführungen den Fokus darauf, was die Kirchgemeinden für die Flüchtlinge und Migranten tun können respektive wie wir zusammen mit den Flüchtlingen das Leben teilen und gestalten können.

HEKS – Regionalstelle beider Basel
Herr Christian Plüss, Leiter der Regionalstelle beider Basel führt mit Caritas beider Basel zusammen die Rechtsberatungsstelle für Asylsuchende und unterstützt Asylsuchende in der Wahrnehmung ihrer Rechte. Zudem fördert HEKS mit verschiedenen Projekten im Bereich Elternbildung, interkulturelles Dolmetschen und Vermitteln sowie mit Familiengärten für Flüchtlinge die Integration von Flüchtlingen und MigrantInnen in unsere Gesellschaft. In einzelnen Aufgaben arbeitet HEKS mit Freiwilligen zusammen (Beratung für Asylsuchende, Neue Gärten, Edulina, administrative und organisatorische Bereiche).

SRK – Schweizerisches Rotes Kreuz
Kantonalverbände Basel und Baselland, Frau Imma Mäder stellt folgende Projekte vor:
«Sprungbrett» und «SESAM» Die Arbeitsintegration wird subsidiär unterstützt durch Freiwillige, Methode des Mentoring. 
«Freizeitgotte/-götti» und «Mitten unter uns» Freizeitaktivitäten mit fremdsprachigen Kindern und Jugendlichen. 
«Eins zu Eins» und «Salute» Integration von Migranten durch Begleitung und Unterstützung im Alltag. Fokus: Deutschkonversation, Unterstützung bei Alltagsdingen, Wohnungssuche. 

«Basel hilft mit»
Frau Fabiola Bloch zeigt, wie «Basel hilft mit» unabhängig und wertfrei Geflüchtete in der Region Basel und Flüchtende an den Brennpunkten im Ausland unterstützt. Wir bieten die Hilfe, die tatsächlich gebraucht wird. 

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